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Google steigt ins Domain-Geschäft ein

Noch bietet sich wenigen Nutzern die Möglichkeit, doch künftig wird der Verbraucher bei Google Internetadressen registrieren können. Somit greift der Internetkonzern mit dem innovativen Service Google Domains Konkurrenten wie den US-Marktführer GoDaddy an.

Jedes effektive Unternehmen sollte über einen Facebook- und Twitter-Account sowie über einen Firmenblog verfügen, doch dem ist nicht so. Google fand durch Marktanalysen heraus, dass mehr als 50 Prozent sämtlicher kleiner Firmen noch nicht einmal eine eigene Seite im Internet hat. Genau diesen Unternehmen möchte der Konzern nun mit seinem Dienst helfen. Der Google Domains Dienst soll das Finden und Kaufen sowie das Übertragen und Verwalten der Internetdomains mühelos und auch transparent machen.

Google tritt damit in Konkurrenz zum Marktführer in den USA GoDaddy, doch auch in Deutschland gibt es mit Unternehmen wie 1&1 oder Strato starke Mitbewerber. Nicht auszuschließen ist, dass Google gleichzeitig seinem Service Blogger schaden könnte, denn trotz des konzipierten Blogsystems gibt es zahlreiche Freiberufler und Kleinunternehmer, die mit dem Dienst einfache Seiten aufbauen.
Wann Google seinen Dienst genau startet, ist bislang unklar. Wenige Nutzer haben bereits mit einer Beta-Version des Dienstes die Möglichkeit, den Dienst zu nutzen. Dies steht ausschließlich Unternehmen offen, die Google mit einem Freischaltcode zum Testen eingeladen hat. Aufgerufen werden kann die Domains-Website schon jetzt. Nach dem Eingeben eines Domainnamens in die Textzeile der Startseite kann per Formular ein Einladungscode angefordert werden.

Die Preise für die Internetadressen sind noch nicht bekannt, doch die Jahresgebühr wird laut Bild.de auf der Infoseite wahrscheinlich 12 Dollar pro Domain betragen. Zusätzliche Services, beispielsweise das Einbinden eines Shopsystems mit einem möglichen Partner wie das Unternehmen Shopify werden kostenpflichtig sein. Google möchte die Nutzer insbesondere mit der Einfachheit des Dienstes überzeugen, denn ebenso unerfahrenen Nutzern soll das Registrieren von neuen Domains oder das Übertragen von bereits bestehenden Domains vom fremden Webspace Anbietern sowie das Verwalten der eigenen Webseite mühelos gelingen. Bei Google sollen zu jeder Internetadresse 100 kostenlose E-Mail-Adressen sowie 100 Unterdomains gehören.

In US-Tech-Blogs wird über Googles Vorstoß zwar tendenziell wohlwollend reagiert, jedoch gab es auch bereits einen Kritikpunkt: Die Sprechzeiten des Telefonsupports von Google sind nicht gerade kundenfreundlich, da die Hotline nur Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr erreichbar ist.